Der Initiator dieser Art des Gedenkens ist der Künstler Gunter Demnig, geboren 1947 in Berlin, aufgewachsen in Nauen, lebt heute in Köln.
Der in Berlin geborene Künstler studierte nach dem Abitur in Berlin und Kassel Kunstpädagogik. Sein Studium schloss er mit dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien für die Fächer Bildende Kunst und Werken ab. In den darauf folgenden Jahren arbeitete er im Bereich der Denkmalsanierung, Planung, Bauleitung und Ausführung. Im Anschluss daran war er als künstlerisch wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kunst an der Universität Kassel tätig. In Köln hat Gunter Demnig sein Atelier und arbeitete zeitweise in der MOLKEREI-Werkstatt und Kunstraum Fuhrwerkswaage. Die Idee der Stolpersteine fand ihren Vorläufer in einer ersten Aktion in Köln. Demnig wollte an die deportierten Sinti und Roma der Stadt erinnern und schuf einen "Pfad der Erinnerung" durch Köln. Kurze Zeit darauf entstand die Idee der Stolpersteine. Dem Künstler und seinem Projekt wurden selbst viele Steine in den Weg gelegt, doch seine Beharrlichkeit konnte sich durchsetzen. Die erste Umsetzung der Idee fand in Berlin-Kreuzberg statt. Das Projekt Stolpersteine gibt es nun seit mehr als 10 Jahren und die Anzahl der verlegten Steine wächst beständig. Bisher hat Demnig mehr als 40.000 Stolpersteine aus Messing in Bürgersteige von über 500 Orten in Deutschland und inzwischen vielen Ländern Europas gesetzt. Darauf sind die persönlichen Daten des Menschen zu lesen, der an dieser Adresse seinen letzten selbst gewählten Wohnort hatte, bevor er Opfer der Verfolgung durch die „Nazis“ wurde.

Link zur Seite über die Aktion Stolpersteine von Herrn Demnig: